Kunstsammlungen Von Unternehmen: Eine Neue Art Der Corporate Social Responsibility

Kunstsammlungen von Unternehmen sind heutzutage nicht nur ein Mittel zur Kunstpromotion, sondern auch ein Instrument zur Corporate Social Responsibility (CSR). Corporate Social Responsibility ist ein Konzept, das Unternehmen dazu inspirieren soll, sozial und ökologisch verantwortliches Handeln in ihre Geschäftsstrategie zu integrieren. Eine der wichtigsten Aspekte von CSR ist die Unterstützung von oder sogar die Schaffung von Wohltätigkeitsorganisationen, die eine positive Auswirkung auf die Gesellschaft und den Planeten haben.

Kunstsammlungen von Unternehmen sind in diesem Sinne aus zwei Gründen wertvoll. Zum einen tragen sie zur Unterstützung der Kunst bei, indem sie Werke von talentierten Künstlern sammeln und ausstellen. Zum anderen können sie auch dazu beitragen, Wohltätigkeitsorganisationen und gemeinnützige Zwecke zu unterstützen, indem sie Kunstwerke versteigern, deren Erlöse an wohltätige Zwecke gespendet werden.

Einige der bekanntesten Kunstunternehmen, die eine Kunstsammlung haben, sind Banken. Viele der größten Banken der Welt besitzen eine Kunstsammlung, die sie als Teil ihrer Corporate Identity darstellen. Das Ziel der meisten dieser Sammlungen ist es, die langfristige Wertsteigerung zu maximieren und gleichzeitig ein kulturell und historisch bedeutendes Erbe zu bewahren. Eine der bekanntesten Kunstsammlungen in diesem Zusammenhang ist die Deutsche Bank Kunstsammlung. Die Sammlung umfasst über 60.000 Werke von international renommierten Künstlern wie Gerhard Richter, Anselm Kiefer und Jeff Koons.

Ein weiteres Beispiel für ein Unternehmen, das eine Kunstsammlung hat, ist Qatar Airways. Die Fluggesellschaft hat eine Sammlung von über 2.000 Kunstwerken von Künstlern aus der ganzen Welt, die in ihren Flugzeugen sowie in ihren Lounges und Büros ausgestellt werden. Die Kunstsammlung von Qatar Airways ist ein wichtiger Teil ihrer Corporate Identity und spiegelt die kosmopolitische Natur ihres Geschäfts wider.

Die Bedeutung von Kunstsammlungen von Unternehmen in Bezug auf CSR geht jedoch weit über die Förderung der Kunst hinaus. Unternehmen können auch durch die Schaffung von Wohltätigkeitsorganisationen und durch die Unterstützung von gemeinnützigen Zwecken dazu beitragen, durch ihre Kunstsammlungen positive soziale und ökologische Veränderungen zu bewirken.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Sammlung von BMW. Anstatt ihre Kunstwerke in ihren Büros und Ausstellungen zu präsentieren, haben sie ein innovatives Programm namens “Art Journey” ins Leben gerufen, das jungen Künstlern die Möglichkeit gibt, weltweit zu reisen und ihre Arbeit auszustellen. Dieses Programm ist nicht nur eine Hervorhebung der Kunst, sondern auch ein Schritt zur Unterstützung der jungen Künstler.

Ein weiteres Beispiel ist der Versicherungsriese Zurich. Sie haben eine Sammlung von mehr als 1.000 Kunstwerken, die als Teil ihrer CSR-Strategie eingesetzt wird. Ein Teil dieser Strategie umfasst die Finanzierung von Kunststipendien für junge Künstler aus benachteiligten Gemeinden. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Ausweitung des Kunstbegriffs und zur Unterstützung der nächsten Generation von Künstlern.

Wie man sehen kann, sind Kunstsammlungen von Unternehmen weitaus mehr als nur eine Möglichkeit zur Förderung von Kunst und zur Schaffung einer Corporate Identity. Sie können auch als Instrument zur Förderung sozialer und ökologischer Veränderungen eingesetzt werden. Durch die Unterstützung junger Künstler, die Finanzierung von Kunststipendien und die Versteigerung von Kunstwerken zur Unterstützung wohltätiger Zwecke können Unternehmen dazu beitragen, eine positive Wirkung auf die Gesellschaft und den Planeten zu haben.

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